Wenn der Marder im Haus ist. So erkennen Sie den Marder und vertreiben ihn. (Kopie)

MARDER IM HAUS

Marder sind primär in den oberen Etagen eines Hauses anzutreffen und bevorzugen speziell den Dachboden als Unterkunft. Im Keller halten sich Marder eher nicht auf. Meistens bleibt die Anwesenheit des Steinmarders unbemerkt. Anzeichen für Marder im Haus sind morgens und abends Krabbelgeräusche des Marders auf dem Dachboden. Insbesondere im Zeitraum von März bis September, in dem die Aufzucht der Jungen und die anschließende Paarungszeit (Ranz) stattfindet, können massive Lärmstörungen durch die nachtaktiven Tiere auftreten.

Um den Marder sicher loszuwerden, haben sich folgende 3 Schritte bewährt

  1. Marder erkennen
  2. Marder aus dem Ihrem Haus vertreiben
  3. Schützen Sie Ihr Haus gegen den Wiederbefall durch Marder

1.) So erkennen Sie den Marderbefall

Bevor Sie Geld und Zeit in die Mardervergrämung investieren, sollten Sie zunächst sicher sein, dass es sich bei dem Störenfried auch um einen Marder handelt.

Ein Steinmarder ist mit 40-50 cm Körperlänge etwa so lang wie eine Katze, jedoch schlanker und flacher und wiegt dabei ca. 1,5 kg. Das Fell des Steinmarders ist bräunlich – er besitzt eine lange, struppige Rute. Sein auffälligstes Merkmal ist der weiße Kehlfleck. Steinmarder verständigen sich untereinander durch Laute und Geruchssignale.

Sie können präventive Maßnahmen zur Marderabwehr ergreifen, indem Sie den Marder gar nicht erst in das Gebäude eindringen lassen. Haben Sie den Marder bereits im Haus oder im Dachstuhl sollten Sie aktive Maßnahmen zur Marderabwehr einleiten. Die nachfolgenden Hinweise sollen Ihnen als Orientierungshilfe zur Erkennung eines Steinmarders dienen.

Marderpfoten haben in etwa die Größe von Katzenpfoten. Sie unterscheiden sich jedoch sehr deutlich darin, dass im Pfotenabdruck des Steinmarders 5 Zehen und Nägel zu erkennen sind. Wenn Sie nicht sicher sind, um was für ein Tier es sich handelt streuen Sie etwas Mehl oder sehr feinen Sand auf den Boden um die Spurenerkennung zu erleichtern. Diese Methode ist besonders hilfreich bei Mardern auf dem Dachboden, um anhand seiner Spuren das Einstiegsloch zu lokalisieren.

 

 

2.) MARDER AM KOT ERKENNEN

Kot- und Urinspuren sowie Überreste von Aas lassen auf einen Marder schließen. Steinmarder sind wie Katzen sehr reinliche Tiere, die neben einem Schlafplatz auch eine separate Toilette einrichten. Da sie oft immer wieder die gleiche Stelle als Toilette benutzen, besteht die Gefahr, dass Urin in den Boden eindringt und dieser sich mit Urin vollsaugt und ihn dauerhaft schädigt.

Bleibt der Marder für längere Zeit unbemerkt kann das dazu führen, dass sich seine Urinspuren ausbreiten oder der Geruch nach Fäkalien und Verwesung irgendwann so penetrant wird, dass man ihn im ganzen Haus riecht. Die Kothaufen und herumliegende Beutereste können neben der Geruchsbelästigung auch zum Befall mit Maden und Insekten führen, die insbesondere bei hohen Temperaturen zu einer Plage werden können. Außerdem können Marder Krankheiten wie Tollwut übertragen.

Ein weiteres Indiz für einen Marderbefall sind Tunnelgänge in der Dachisolierung. Marder sind sehr vorsichtige Tiere, die immer mehrere Fluchtwege aus ihrem Versteck haben. Daher sollten Hausbesitzer das Dach nach möglichen Ein- und Ausstiegen absuchen und diese – wenn möglich – verschließen.

Der Marder hinterlässt wurstartigen Kot (Losung), der etwa 8–10 cm lang und 1–2 cm dick ist und in einer gedrehten Spitze endet. Oft ist er mit Beuteresten versetzt und besteht aus dicht zusammengedrehten Haaren, Federn oder Obstkernen. Anhand seiner Kotreste auf dem Dachboden, im Garten oder am Auto ist der Steinmarder relativ einfach zu identifizieren.

Marder Hotline

Telefonische Marderberatung durch Dr. Schäfer täglich von 9 - 20 Uhr

Telefon 0228 / 9675801

3.) MARDER AUS DEM HAUS VERTREIBEN

Marder unterliegen dem Jagdrecht und dürfen in der Schonzeit vom 1. März bis 15. Oktober nicht gefangen oder gejagt werden. So bleibt nur das „Vergrämen“ um ihn loszuwerden. Der Geruch des Mardermittels signalisiert dem Marder, dass sich ein anderes starkes Tier (kein Marder) in seinem Revier befindet, von dem Gefahr ausgeht.

Schnelle Abhilfe kann geschaffen werden, wenn das Mardermittel in unmittelbarer Nähe des Aufenthaltsortes des Marders ausgebracht wird. Ebenfalls hilfreich ist das Positionieren von getränkten Tüchern an den Laufwegen des Marders wie z.B. unter den betroffenen Dachziegeln, die er zum Einstieg nutzt oder direkt in der beschädigten Dämmung.

Oft halten sich Marder in Zwischendecken, Hohlräumen hinter Rigipsblatten oder in der Dämmung auf. Wenn es hier nicht möglich ist getränkte Tücher mittels einer Stange oder steifem Draht zu positionieren kann die Anti-Marder-Spritze zur Hilfe genommen werden. Diese ermöglicht das Vergrämungsmittel in schwer zugängliche Bereiche oder Hohlräume zu applizieren.

3.) MARDERSCHUTZ FÜR IHR HAUS

Nachdem Sie den Marder vertrieben haben, sollten Sie Ihr Haus gegen den Wiederbefall sichern. Um herauszufinden, wie der Marder ins Gebäude kommt, suchen Sie rund um das Haus an in der Nähe stehenden Bäume nach Spuren des Marders. Gern klettert das Tier auch an Fallrohren hoch, um aufs Dach zu gelangen. Kratzspuren an der Regenrinne können ebenso ein Hinweis sein. Marder können sehr gut klettern und bis zu zwei Meter weit springen. Auch Fellfetzen, die am Eingang im Dach hängen bleiben, können ein Indiz für den Zugang sein. Gern nutzt der Marder Belüftungsschlitze, Mauerlöcher, lockere Dachziegel oder Bleiabdichtungen, die er hochdrücken kann. Handgroße Öffnungen genügen dem Marder zum Durchschlupf denn letztlich gelangt er überall dorthinein wo der den Kopf durchzwängen kann. Schließen Sie diese Öffnungen und reparieren Sie das Dach, wo es nötig ist. Am besten mit Hilfe eines Dachdeckers.